













Die Hexe erwacht (2021)
Im Rahmen meiner Diplomarbeit beschäftigte ich mich mit der historischen Aufarbeitung der Hexenfigur als feministisches Symbol, mit Fokus auf Quellen aus dem Ökofeminismus. (Titel: “Die Hexe als (öko)-feministisches Symbol: Parallelen zwischen der Unterdrückung der Frau und der Ausbeutung der Natur”)
Für den praktischen Teil der Arbeit, die Umsetzung eines Bühnenkostüms, erforschte ich Möglichkeiten nachhaltiger Herstellungsverfahren im Kostüm, die eine Alternative zum klassischen Umgang und der Beschaffung von Materialien bieten sollen. Dabei entstand eine Neuinterpretation der Hexenfigur: selbstbewusst und zukunftsfähig.
Das Kostüm besteht aus 7 Metern Wolltuch, dessen Farbgebung durch das Färben mit 1500g gelber Zwiebelschalen entstand. Die großen Gürtelschnallen und die Sonnenbrille sind biologisch abbaubare Accessoires. Ich fertigte sie aus unverleimten Holzresten, die im Lasercutter geschnitten und mit natürlichen Pigmenten und Harzen bemalt wurden. Weitere Experimente waren das Färben der Lederschuhe mit Naturfarbstoffextrakten (Reseda und Blauholz) sowie die Herstellung der Brillengläser aus perforierten Nori-Algen. Die Arbeit wurde im Rahmen der Ausstellung „Zeitsprünge XIII“ 2021 im Palais des Großen Garten Dresden gezeigt.
Verleih auf Anfrage